Digitale Transformation: 8 goldene Regeln für CIOs

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Auf der Jagd nach dem optimalen Kundenerlebnis sind derzeit viele Unternehmen. Ihre Kunden stellen so schnell neue Ansprüche in so hoher Taktzahl, dass sich ganze Industrien rasant verändern. Die Unternehmen erwarten sich von einem höheren Digitalisierungsgrad deutlich bessere Geschäftsergebnisse. Gefragt sind deswegen ein einzigartiges Multi-Kanal-Erlebnis für die Kunden und vielfältige Möglichkeiten rund um personalisierte Angebote, Veränderung wird zum Normalfall. Damit steht das Thema auch bei den IT-Architekten weit oben auf der Agenda. Die Digitalisierung von Geschäftsmodellen bedeutet neue und zusätzliche Kanäle zum Kunden. Hierfür braucht es eine Plattform, um die passenden Lösungen bereitzustellen. Die Frage „Welche Architektur ist für die Digitalisierung geeignet und welche Plattform brauche ich dafür?“ rückt in den Mittelpunkt. Und der CIO muss sich überlegen, welche relevanten Technologie-Entscheidungen er treffen muss, um auch in Zukunft digital erfolgreich zu sein.

 

FRAGE: Worauf kommt es an, was raten Sie dem CIO?

Andreas Hess: Zunächst einmal empfehle ich, möglichst bereits am Markt existierende Plattformen zu verwenden und zwar im As-a-Service-Modell. Unter Berücksichtigung der notwendigen Governance der eingesetzten Plattformen und Betriebsmodelle können Unternehmen digitale Lösungen schnell und einfach umsetzen – das Stichwort lautet hier Plug and Play. In der Regel müssen Unternehmen verschiedene Ansätze verfolgen und testen. Gerade für die Phase des Ausprobierens ist es attraktiv, Investitionskosten zu vermeiden und bestehende Angebote zu nutzen. Nebenbei minimiert der CIO so auch das Risiko von Fehlinvestitionen.

Der Verzicht auf eine digitale Plattform neben den bisherigen Systemen lässt erfahrungsgemäß die Komplexität zum größten Problem werden: Sie müssen dann nämlich die spezifischen Anforderungen digitaler Lösungen – dazu zählen zum Beispiel ein föderiertes Identity & Access Management oder die Integration von Cloud-Angeboten – in den vorhandenen Systemen umsetzen. Und die wurden meist für andere Zwecke entwickelt oder ausgewählt. Weitere Stolpersteine sind oftmals fehlende oder ausreichende personelle Unterstützung sowie die damit verbundenen Kosten.

 

Warum ist es so schwierig, den richtigen Weg im Digitalisierungsdschungel zu finden?

Andreas Hess: Typischerweise möchte der IT-Bereich eine stabile Anwendungslandschaft und möglichst wenig Risiken hinsichtlich neuer Technologien eingehen. Gleichzeitig sind für die Digitalisierung kontinuierliche Innovationen in kurzen Zyklen – und damit meine ich Tage oder wenige Wochen – unabdingbar. Flexibilität, Agilität und Anpassungsfähigkeit lautet das Credo. Hinzu kommt: Solche Lösungen basieren häufig auf neuen Plattformen, die im Unternehmen noch nicht implementiert sind.

 

An welchen Leitplanken können sich CIOs und IT-Architekten in dieser Situation orientieren?

 Andreas Hess: Die wichtigsten Grundsätze lassen sich in acht Punkten zusammenfassen:

  1. Seien Sie schnell am Markt präsent, denn das ist im Wettbewerb wichtiger als individualisierte Funktionalität.
  2. Sie sollten Services aus dem Ökosystem des Unternehmens integrieren statt sie selbst zu entwickeln. Innovation entsteht oftmals an der Schnittstelle zwischen Organisationen.
  3. Das nahtlose Nutzererlebnis über alle Kontaktpunkte in der digitalen Welt hinweg ist wichtiger als die verwendete Technologie.
  4. Sie sollten aufgabenorientierte Apps (Funktionalität) statt komplexe Prozesse in den Vordergrund stellen und über mobile Portale anbieten.
  5. Schaffen Sie eine Umgebung, die den Ansatz „Test and Learn“ in der Entwicklung neuer digitaler Services unterstützt.
  6. Gefragt ist eine flexible und anpassungsfähige Architektur, um neue Technologien integrieren zu können – von Best-of-Breed bis Best-of-Suite.
  7. Es ist wichtig, Legacy Backends über Anwendungsschnittstellen von Frontends zu kapseln und lose mit neuen Komponenten zu integrieren.
  8. Unterstützen Sie eine IT unterschiedlicher Geschwindigkeiten und fördern Sie das Prinzip von DevOps – einer Verzahnung von Entwicklung und Betrieb, die es erlaubt, neue Services kontinuierlich bereit zu stellen.

 

ahessAndreas Hess ist Experte für Digitale Architekturen bei Capgemini in Deutschland und für die Plattform Immediate. Er berät seit mehr als 20 Jahren Unternehmen aller Branchen bei der Transformation ihrer Anwendungslandschaften.

 

 

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